5/5 ⭐⭐⭐⭐⭐
Griechische Leidenschaft trifft auf deutsches Understatement: Angriff auf Lachmuskeln und Herz
𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩𝙨𝙖𝙣𝙜𝙖𝙗𝙚 𝙑𝙚𝙧𝙡𝙖𝙜:
„Wie lange kann sich so eine griechische Großmutter überhaupt bei einem
einnisten? Gibt es da Vorgaben? Vielleicht sollte ich einfach mal in unseren
Mietvertrag schauen, irgendwo muss da doch stehen, wie viele Omas pro
Quadratmeter erlaubt sind.“
Philipp hat alles, was
sich der Mann von Welt nur wünschen kann: eine schicke Wohnung, ein
unbeschwertes Single-Leben und eine aufsteigende Internet-Agentur. Bis eines
Tages eine alte Dame vor der Tür steht und behauptet, seine tot geglaubte
Großmutter zu sein. Zudem ist er angeblich Halbgrieche. Schneller als Philipp
gucken kann, ist die redselige Toula bei ihm eingezogen und stellt sein
perfektes Leben auf den Kopf – fest entschlossen, ihren Enkel mit 32
Jahren unter die Haube zu bringen!
𝙈𝙚𝙞𝙣𝙚 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩𝙨𝙖𝙣𝙜𝙖𝙗𝙚:
Philipp, 32, ist zufrieden: er lebt als erfolgreicher IT-Selbstständiger zusammen mit seinen Geschäftspartnern und Freunden Amelia und Moriz in einem großen Loft in Köln, hat hier und da eine Liebschaft und familiär nur wenig Berührungspunkte mit seiner distanzierten Mutter. Dieses eingespielte Leben endet abrupt, als eines Abends eine fremde Frau an seine Tür klopft und kurzerhand bei ihm einzieht. Es ist Toula, die Oma, von der Philipps Mutter ihm gesagt hat, sie sei mit Opa gemeinsam bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Philipp hat also Redebedarf mit seiner Mutter. Doch zunächst muss er sich darum kümmern, dass Toula, seine Giagiá, wie die Griechen zu Oma sagen, sein Leben nicht völlig umkrempelt. Das gelingt ihm eher so semi gut. Doch er ist sich nicht sicher, ob er darüber verärgert oder erfreut sein soll.
Erster Satz: »Ich bin natürlich der einzige Mann im Wartebereich von Wax on the Beach.«
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𝙈𝙚𝙞𝙣 𝙀𝙞𝙣𝙙𝙧𝙪𝙘𝙠:
Was habe ich gelacht beim Lesen dieses Buches. Es ist übervoll mit witzigen Szenen und kommt anfangs wie eine Ulk-Komödie daher: sehr lustig, aber auch ein wenig seicht, was nicht negativ gemeint ist. Denn im Ernst: ich hatte SO Spaß beim Lesen. Nach und nach kommt ein bisschen ich möchte fast sagen Tiefgang hinein. Dergestalt, dass Philipp beginnt, sein Leben zu hinterfragen und Prioritäten neu zu setzen oder doch zumindest darüber nachzudenken, dies zu tun. Wie Oma Toula sich ungefragt und ungebremst in sein Leben und damit auch in das seiner Mitbewohner Moritz und Amelia bombt und auch nicht vor seiner Firma („so ein kleiner Computer-Laden“) haltmacht, ist große Klasse. Hier werden Klischees bedient, übertrieben, ja, aber nicht plump, sondern liebenswert. Das macht die Story aus: sie ist rundum liebenswert! Toulas Bestimmtheit, Philipps Verzweiflung aber auch Freude deswegen, Moritz und seine unendlichen Fressgelage (ich musste mir schon nur beim Lesen den Hosenknopf öffnen), die kleine große Lovestory obendrauf: einfach gut! Ich liebe die Figuren, den Humor, die Wärme und diesen tollen Schreibstil, der bei mir Kopfkino ausgelöst hat. 5/5 Sterne und eine Empfehlung für alle, die mal wieder herzhaft lachen wollen und kulturelle Unterschiede lieben. 5/5 Sterne.
Vielen Dank an THORSTEN STEFFENS für den Buchgewinn im Rahmen seines Gewinnspiels auf Instagram
Zum Buch einmal hier entlang: OMA, OUZO, KATASTROPHEN / THORSTEN STEFFENS
Mal einen Blick reinwerfen? Aber bitte schön: LESEPROBE
Titel: Oma, Ouzo und andere Katastrophen
Autor: Thorsten Steffens
Verlag: between pages by Piper
Genre: Roman
Taschenbuch, 224 Seiten
ISBN: 978-3-492-50885-8
Erscheinungsdatum: 28.11.2025
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