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Freitag, 15. November 2024

„DAS FLÜSTERNDE HAUS“ VON CHRISTINA HENRY

[unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar]
4/5 ⭐⭐⭐⭐

Ein Horrorhaus im wahrsten Sinne des Wortes




𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩𝙨𝙖𝙣𝙜𝙖𝙗𝙚 𝙑𝙚𝙧𝙡𝙖𝙜:
Eine mutige Frau in einer gruseligen Villa – aber sie ist nicht allein ... Der neue Roman der Horror-Fantasy-Queen Christina Henry!
Harry Adams liebt Horrorfilme, daher ist es kein Zufall, dass die junge Mutter den Job als Haushaltshilfe für den berühmten Filmregisseur Javier Castillo annimmt. Dessen gruselige Villa ist von oben bis unten mit furchterregenden Requisiten und Kostümen vollgestopft – und Javier legt höchsten Wert auf Diskretion. Doch dann hört Harry Geräusche hinter einer verschlossenen Tür. Geräusche, die wie eine menschliche Stimme klingen, die um Hilfe ruft ...


𝙈𝙚𝙞𝙣𝙚 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩𝙨𝙖𝙣𝙜𝙖𝙗𝙚:
Harry (Mitte 30), alleinerziehende Mutter von Gabe (14) und ausgesprochene Horrorfilmliebhaberin, arbeitet als Putzhilfe bei dem Oscar-dekorierten Regisseur Javier Castillo. Nachdem dessen Sohn des Mordes verdächtigt wurde, sind dieser und Javiers Ehefrau spurlos verschwunden, was einen riesengroßen öffentlichen Skandal nach sich zog. Javier lebt seitdem zurückgezogen in der großen Villa, die vollgestellt ist mit Requisiten aus all seinen berühmten Horrorfilmen. Ein Ausstellungsstück bereitet Harry Kopfzerbrechen, da sie meint, es würde sich bewegen. Und dann sind da noch diese Klopfgeräusche und Hilferufe aus dem Zimmer mit der abgeschlossenen Tür. Sie ahnt Böses, als eines Tages eine Freundin von Javier aus einem Fenster der Villa in den Tod stürzt. Als sie notgedrungen übergangsweise mit Gabe in die Villa einziehen muss, passieren seltsame Dinge und Gabe scheint sich zu verändern. Harry nimmt all ihren Mut zusammen, um herauszufinden, welches Geheimnis dieses Horrorhaus verbirgt.


für eine lesbare Ansicht bitte aufs Bild klicken


𝙈𝙚𝙞𝙣 𝙀𝙞𝙣𝙙𝙧𝙪𝙘𝙠:
Horrorfilme bzw. die Liebe zu ihnen sind Dreh- und Angelpunkt in dieser Story, so verwundert auch der ausgefallene Buchschnitt nicht weiter. Wie von Christina Henry gewöhnt, liest sich ihr Schreibstil flüssig und locker und schafft es, mich zu fesseln. Ich mochte die kleinen Rückblenden in Harrys und Javiers Leben, die aufzeigen, warum wir dort angekommen sind, wo wir gerade stehen. Gefühlt gibt es Wendungen, die gar keine sind, weil das Offensichtliche passiert, ich mir aber immer dachte, dass es so vorhersehbar doch sicher nicht sein wird. Letztlich ist es so ausgegangen, wie ich mir dachte, was aber völlig okay ist, da der Weg bis dorthin schon sehr unterhaltsam war. Teils mit kleinen Längen, wenn es um die finanziellen Sorgen von Harry ging bzw. generell um ihr Leben, aber dennoch spannend und kurzweilig. Ich würde das Buch jetzt nicht als Horror-Thriller bezeichnen, denn Horror passiert relativ wenig. Es ist ein Roman mit kleinen gruseligen Anteilen. Harry ist hier klar die Heldin, alles dreht sich um sie. Daher ist klar, dass ihre Figur den größten Stellenwert einnimmt. Doch auch die anderen kommen nicht zu kurz, sind gut ausgearbeitet und teils ein wenig zweideutig geschrieben, so dass man sich nie sicher ist, wie man zu ihnen stehen soll. Ich mochte »Das flüsternde Haus« gerne und vergebe sehr gute 4/5 Sterne. Jemand, der auf richtigen, echten Horror steht, würde ich es nun nicht direkt empfehlen, allen anderen schon.

Vielen Dank an das BLOGGERPORTAL und den PENHALIGON VERLAG für das Rezensionsexemplar

Da lang geht es zum Buch: DAS FLÜSTERNDE HAUS / PENHALIGON

Und wenn Du mal einen Blick reinwerfen möchtest, geht das auch: LESEPROBE

Auf die Homepage der Autorin gelangst Du hierüber: CHRISTINA HENRY 




Titel: Das flüsternde Haus

Originaltitel: The House that Horror Built

Autorin: Christina Henry

Übersetzung: Sigrun Zühlke

Verlag: Penhaligon (Verlagsgruppe Penguin Random House)

Genre: Roman / Horrorthriller

Hardcover, 384 Seiten

ISBN: 978-3-7645-3319-9

Erscheinungsdatum: 25.09.2024

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Bitte beachtet, dass die Rechte an den Bildern und Texten dieses Blogs bei mir liegen (sofern nicht anders angegeben) und diese ohne meine vorherige Genehmigung nicht vervielfältigt werden dürfen. Die Produkte wurden mir teilweise kostenlos/vergünstigt zur Verfügung gestellt, zum großen Teil aber auch selbst gekauft, gewonnen, geschenkt bekommen - das Zutreffende wird jeweils im Bericht erwähnt. Der jeweilige Umstand beeinflusst meine Meinung in keiner Weise. Ich agiere hier als Privatpersonen und erhalte kein Geld für meine Bloggertätigkeit.

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Freitag, 11. März 2022

„TOTE WIRD MAN NICHT LOS“ – VON SEBASTIAN GARTHOFF

[unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar]
4/5 🌕🌕🌕🌕

Kein Krimi, kein Horror, keine Komödie – sondern von allem etwas und doch irgendwie anders



Klappentext:

Bürgermeistergattin Annabell Ballas kommt in einem Waldstück zu sich. Weder kann sie sich erinnern, wie sie hierhergekommen, noch, was ihr zugestoßen ist. Stutzig macht sie vor allem eines: Sie ist tot.

Während sie herauszufinden versucht, was es mit ihrem Ableben auf sich hat, stürzen ihre Mitstreiter die Kleinstadt ins Chaos. Die Überlebenden kämpfen nicht nur gegen die stetig wachsende Untotenwelle, sondern auch gegen die Unzulänglichkeiten ihres eigenen Lebens.

Zu ihnen gehört der Lokaljournalist Lorenz Hardmann, der seinen Aufenthalt in der Provinz noch immer für einen Betriebsunfall hält. Aber auch der Gastronom „Hacke-Peter“ Belke ist der Überzeugung, dass in seinem Leben gerade nichts zusammenpasst. Und wie reagiert eigentlich der Bürgermeister auf die unerwartete Rückkehr seiner Gattin?


Annabell Ballas erwacht im Wald mit eingeschlagenem Schädel und stellt fest: sie ist tot… also eher untot. Noch am Grübeln, wie das nun passiert ist, läuft ihr die 17-jährige Schülerpraktikantin Priscilla über den Weg und lässt ihr das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ergebnis: reinverbissen und schon ist da die nächste Untote! Die beiden machen sich auf den Weg in die Ortschaft, denn Annabell will wissen, warum und wer sie getötet hat. Dabei hinterlassen sie eine Schneise von Blut und Gewebe und immer mehr Untoten. Irgendwann sind alle Einwohner entweder Zombies oder auf dem besten Weg, einer zu werden. Darunter auch der Journalist Lorenz Hardmann, der eigentlich gar nicht dort sein will, wo er ist und der sich zur Wehr setzt, den einen oder anderen Zombie tötet mit dem Ziel, sich so schnell wie möglich davon zu machen – nur raus aus dem Ort, weg von den Untoten. Ob ihm das gelingt? Oder übernehmen die Zombies?


zum lesen des Klappentextes bitte aufs Bild klicken


Das Cover sowie der Klappentext lassen eine Zombiekomödie erwarten, doch das ist diese Story nicht. Sie ist auch kein richtiger Horrorroman, obwohl es natürlich schon sehr blutig/schleimig/eklig zugeht. Ein Krimi so wirklich auch nicht, auch wenn es ja darum geht, herauszufinden, wer Annabell getötet hat und warum. Ich kann das Buch gar nicht so richtig einordnen und in eine Schublade stecken. Dafür ist es zu – wie soll ich es beschreiben? Facettenreich? Ja, ich glaube, das passt.

Die Kapitel sind ultrakurz. Zwei bis drei Seiten nur und jedes hat als Titel den Namen desjenigen, um den es da gerade geht. Es werden also deren Geschichten erzählt. Nein, stimmt nicht. Nicht die Geschichte, sondern die aktuelle Situation, die Gefühlslage desjenigen:

  •  Lorenz, der Journalist, der von seinem Provinzleben angenervt ist und nach höherem strebt.
  • Bruckmann, vom Ordnungsamt und ein Kotzbrocken erster Güte! Trotz der Kürze der Seiten hat der Autor es geschafft, dass ich den Kerl abgrundtief hasse.
  • Priscilla, 17 Jahre jung und selbstmordgefährdet (sehr anrührend)
  • Safranski, Polizist und ein sympathischer Kerl, den ich sehr mag
  • Hacke-Peter, einst Metzger, jetzt Restaurantbesitzer und seit seinem Unfall, bei dem er eine Hand verloren hat, immer wieder von Depressionen geplagt
  • Herma, lesbische Weltladenbesitzerin, alleinerziehend und von den Bewohnern bestenfalls belächelt, schlimmstenfalls böse diskriminiert
  • Bürgermeister Balls – ekelhafter Emporkömmling
  • seine Frau Annabell, die „Mutter“ der Untoten, die sich nun bewusst ihr bisheriges Leben in Erinnerung zurückruft und zu keinem guten Ergebnis kommt

Und noch ein paar mehr. Allesamt nicht zufrieden oder glücklich, dort wo sie sind, mit wem sie sind, wie sie sind. Das Ende ist dann eine ziemliche „Äh! Wie jetzt?!?“-Sache, aber auch echt gut!

Die Sprache ist teils deftig, die Szenen auch. Doch es passt einfach. Und es wirkt nach. Ich war direkt nach dem Lesen gedanklich bei 3 oder 3,5 Sternen, bin letztlich dann aber doch bei 4 gelandet. Es spukt noch in meinem Kopf rum. Ich finde es recht außergewöhnlich und einfach mal was anderes.

Hier entlang geht es zum Buch: TOTE WIRD MAN NICHT LOS / WREADERS

Zur Homepage des Autors geht es hierüber: SEBASTIAN GARTHOFF

Hier könnt ihr schon mal Probelesen, wenn ihr mögt: LESEPROBE


Tote wird man nicht los

Autor: Sebastian Garthoff

Verlag: Wreaders

Genre: Hm... Krimi? Horror? Irgendwas dazwischen

Taschenbuch, 140 Seiten

ISBN: 978-3-96733-305-3

Erscheinungsdatum: 18.02.2022

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Dienstag, 16. März 2021

„SPÄTER“ – VON STEPHEN KING

[unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar]
5/5 🌕🌕🌕🌕🌕

Ein bisschen „The 6th Sense“ und ganz viel Stephen King - grandios



Jamie Conklin wächst in Manhattan auf und wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, aber er steht seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann von klein auf die Geister kürzlich Verstorbener sehen und sogar mit ihnen reden. Und sie müssen alle seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner großen Bestsellersaga bleibt leider unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe … Die beiden treten eine Reihe von unabsehbaren Ereignissen los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod.

Jamie kann also kürzlich Verstorbene sehen und mit ihnen sprechen. Das beste daran: sie müssen ihm immer wahrheitsgemäß antworten, können also nicht lügen. Dieser Umstand bescherte mir beim ersten „Todeskontakt“ mit der verstobenen älteren Nachbarin einige Lacher. Jamie akzeptiert seine Gabe – was soll er auch anderes tun. Es ist ja nicht so, dass er täglich Tote sieht oder diese ihn bedrohen würden. Da er sie so sieht, wie sie gestorben sind, kann das bei einem kleinen Jungen natürlich schon zu Albträumen führen (Stichwort: Kopfschuss oder schwerste Unfallverletzungen). Doch irgendwie kommt er damit zurecht. Bis irgendwann irgendetwas schiefgeht und der Tote sich nicht, wie sonst üblich, nach ca. 1 Woche auflöst und in die nächste Ebene oder sonst wohin verschwindet. Vielmehr verfolgt er Jamie, rückt ihm auf die Pelle, macht ihm Angst. Jamie vertraut sich seinem ehemaligen Nachbarn, dem alten Professor Burkett (der Witwer der eingangs erwähnten, verstorbenen Nachbarin) an. Ob der ihm helfen kann?




Geschrieben ist aus Sicht von Jamie selbst. Er schreibt quasi seine eigene Geschichte hier auf. Was anfangs sehr an „The 6th Sense“ erinnert (was übrigens im Buch auch direkt erwähnt wird), mausert sich zu einer fesselnden Story. King´s Schreibstil ist so typisch King, dass ich von Seite 1 an direkt mittendrin war. Die Figuren sind bildlich beschrieben, die Szenen ebenso. Alles so typisch King, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin – ich habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen. Es werden immer mal wieder ein paar Andeutungen gemacht, was „später“ noch passieren wird und klar, fiebert man als Leser dann eben genau darauf hin. Was aus der ursprünglichen, aus der Not geborenen Idee (vom erst kürzlich verstorbenen Autor das restliche Buch quasi diktiert zu bekommen) für eine Reihe von ziemlich üblen Dingen resultiert, ist von Anfang an großartig aufgebaut. Der Spannungsbogen ist permanent ganz oben. Es ist zwar kein furchtbarer Horrorschocker, nach dessen Genuss man nicht mehr schlafen kann, doch hat er absolut seine Gänsehautmomente. Alles immer mit einer hübschen Prise Humor gewürzt. Zwischendurch möchte ich Jamie gern in den Arm nehmen, ihn trösten und ihm die Last abnehmen. Doch letztlich macht er seine Sache wirklich gut – er ist ein ziemlich intelligenter, empathischer und irgendwie realistischer Junge.

Ich finde diese Geschichte toll und kann sie jedem ans Herz legen, der es ein bisschen gruselig-unheimlich-paranormal liebt und den für King typischen, immer mit passendem, manchmal beißenden Humor durchzogenen Schreibstil mag. Ein richtig guter King eben!

Wer jetzt Blut geleckt hat, kann hier schon mal reinlesen: LESEPROBE 

Hier geht´s direkt zum Buch: SPÄTER / HEYNE 

Zum Autor bitte hier entlang: STEPHEN KING 

Lesen durfte ich das Buch über das Bloggerportal von Penguin Random House: BLOGGERPORTAL 


Später

Autor: Stephen King

Verlag: Heyne (Penguin Random House Verlagsgruppe)

Genre: Horror / Übernatürliches

Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten

ISBN: 978-3-453-27335-1

Ersterscheinung: 15.03.2021

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