4/5 ⭐⭐⭐⭐⭐
Lesen ab 12 👫
Das Leben eines Kindes mit einem bipolaren Elternteil
𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩𝙨𝙖𝙣𝙜𝙖𝙗𝙚 𝙑𝙚𝙧𝙡𝙖𝙜:
Dem 13-jährigen Robbi
ist sein Vater manchmal nur noch peinlich. Er weiß, das es mit dessen Krankheit
zu tun hat: Michael Ritter hat eine Bipolare Störung. Zwischen Höhenflug und
Absturz kämpft Robbi um Normalität. Als der Vater nach zwei Jahren erneut auffällig
wird, flieht er mit Robbi nach Frankreich, statt in die Klinik zu gehen – er
ist sicher, dass er gesund ist. Ein Roadtrip voller Chaos, Hoffnung und
Vaterliebe.
Robbi (13) lebt nach dem Tod seiner Mutter allein mit dem Vater zusammen, der noch immer um seine Frau trauert und eine bipolare Störung entwickelt hat, derentwegen er bereits stationär behandelt wurde. Das Leben war alles andere als leicht, die Höhenflüge und anschließende Abstürze seines Vaters in dieser manisch-depressiven Phase lassen Robbi gezwungenermaßen schneller erwachsen werden, er muss die Familie zusammenhalten, sich um die Wohnung, das Essen und alles kümmern, worunter er sehr leidet. Jetzt, zwei Jahre später, Robbi ist 15 und ein typischer Teenager, zeigt sein Vater erneut erste Anzeichen einer manischen Phase und seine Ärztin möchte ihn wieder einweisen. Doch Papa will nicht! Er schnappt sich seinen Sohn und trampt mit ihm Richtung Frankreich. Eigentlich ein tolles Abenteuer und Robbi freut sich einerseits über die Zeit gemeinsam mit seinem Vater. Doch als dieser immer mehr abdriftet ist klar: so kann es nicht weitergehen.
Erster Satz: »Es riecht nach ausgelaufenem Benzin, wir müssen einen großen Schritt über eine Öllache machen.«
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𝙈𝙚𝙞𝙣 𝙀𝙞𝙣𝙙𝙧𝙪𝙘𝙠:
In diesem Buch geht es um nichts weniger als um psychische Erkrankungen, hier speziell die bipolare Störung, und wie Kinder der daran erkrankten Eltern damit zurechtkommen müssen. Es geht aber auch um Familie, erste Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt. Verpackt in einen Roadtrip der besonderen Art. Robbi erzählt hier einer Bekannten, was vor zwei Jahren geschehen ist, wie sich die Erkrankung seines Vaters geäußert hat. Das zu lesen, nimmt einen schon mit, vor allem wenn man weiß, dass diese Krankheit gar nicht mal so selten vorkommt und sicher sehr viele Familienangehörige damit umgehen müssen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Mich stört jedoch, dass mehrmals übergewichtige Personen mit einem negativen Touch beschrieben wurden (so nach dem Motto: die ist dick, mit der will keiner was zu tun haben, dick = hässlich und unbeliebt). Das muss in einem Jugendbuch nicht sein, die Menschen sind auch so schon oberflächlich genug, was Äußerlichkeiten angeht. Herzerwärmend fand ich hingegen die Entwicklung der Freundschaft zwischen Robbi uns einem besten Freund, die deutlich aufgezeigt hat, wie wichtig gute Freunde sind, auf die man sich bedingungslos verlassen kann. Eine winzig kleine Liebesgeschichte ist auch mit dabei, aber nur am Rande. Das war wirklich ein verrückter Roadtrip, der einerseits schon teilweise lustig war, andererseits aber auch unter die Haut ging, weil man als Leser genau weiß, dass es für Robbi eben keineswegs lustig ist, mit den manischen Kapriolen seines Vaters umzugehen. Ein Buch, das berührt und sicherlich eine gute Wahl als Klassenlektüre ist. Schon allein, um die Kids zu sensibilisieren, dass man erst mal hinterfragen sollte, wenn sich jemand plötzlich seltsam verhält. Oftmals stecken tiefgreifende Probleme dahinter. 4/5 Sterne.
Im folgenden Bild kannst Du ein bisschen was zur Erkrankung „Bipolare Störung“ lesen:
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Vielen Dank an den VERLAG MONIKA FUCHS für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Blogtour
Zum Buch hier entlang: PARTY IM KOPF / VERLAG MONIKA FUCHS
Hier kannst Du gerne schon mal reinlesen: LESEPROBE
Ein bisschen mehr über den Autor erfährst Du hier: PETER MANNSDORFF
Titel: Party im Kopf
Autor: Peter Mannsdorff
Verlag: Monika Fuchs
Genre: Jugendbuch
Klappenbroschur, 144 Seiten
ISBN: 978-3-947066-16-2
Erscheinungsdatum: 09.03.2018
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